| Kamelle | Als Kamelle bezeichnet man
- die zu Karneval bei Umzügen geworfenen Süßigkeiten und andere Geschenke, siehe Karnevalsumzug
- in der Umgangssprache werden alte Geschichten auch als alte Kamellen bezeichnet
http://de.wikipedia.org/wiki/Kamelle |
| Karneval | Nördlich der Linie Bonn-Erfurt gibt es in Deutschland fast ausschließlich Karnevalsvereine, die Veranstaltung nennt man hingegen in Sachsen und Brandenburg auch Fasching. Verbreitet bezieht man den Karneval jedoch in erster Linie auf den rheinischen Karneval (siehe: Kölner Karneval, Düsseldorfer Karneval, Eschweiler Karneval, Aachener Karneval, Neusser Karneval, Mönchengladbacher Karneval). Die Herkunft des Begriffs ist nicht eindeutig geklärt. Herleitungen weisen auf
- mittellat.: carnelevale (-levare) die mit der Fastenzeit bevorstehende „Fleischwegphase“; eine einfachere Erklärung ist die wörtliche Übersetzung aus dem Lateinischen "carne vale": Fleisch, lebe wohl!
- Im 19. Jahrhundert wurde der Begriff auch auf das römische, vorchristliche lat. carrus navalis Schiffskarren, ein Schiff auf Rädern, das bei jährlichen Umzügen zum Wiederbeginn der Schifffahrt durch die Straßen geführt wurde, zurückgeführt. Hieraus soll sich die Tradition des Narrenschiffs gebildet haben. Jedoch ergaben Forschungen, dass das Wort carrus navalis im klassischen Latein nicht existierte.
Der Begriff Karneval findet sich auch im internationalen Sprachraum, wird aber sehr unterschiedlich gefeiert. Karnevaleske Strukturen des Maskierens, Verkleidens und ritualisierter Ausgelassenheit lassen sich in allen Kulturen finden. Bekannt sind unter anderem der Karneval in Rio, Karneval in Venedig und der Karneval von Québec, sowie in Spanien der Karneval in Cádiz. Auch in den Südstaaten der USA gibt es eine ausgeprägte Karnevalstradition. Man verwendet hier die französische Bezeichnung Mardi Gras (Fetter Dienstag, Fastnachtsdienstag). Eine ganz eigenständige Vitalität entwickelte der Karneval in Lateinamerika. http://de.wikipedia.org/wiki/Karneval |