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Begriff Definition
MännerballettDas Männerballett im ursprünglichen Sinne stellt den Tanz von Männern in Frauenkleidern, während der Karnevalszeit, zur Belustigung des Publikums bei Prunksitzungen dar. Heutzutage entwickeln sich Männerballette jedoch auch vermehrt in Richtung Schautanz, die den Gardetänzen in nichts nachstehen. Es gibt u.a. auch die Deutsche Meisterschaft für Männerballette die vom Bundesverband Deutscher Männerballette e.V ausgerichtet wird. Diese Veranstaltung zeigt an 2 Vorrundentagen bis zu 60 Ballette aus ganz Deutschland. Am Finaltag zeigen nochmals 20 Ballette die eigenen Shows.

Geschichte
Die genaue Entstehung des Männerballetts ist nicht belegt. Weder das Zentralarchiv der Deutschen Fastnacht noch das Karnevalsmuseum oder andere Faschingsarchive haben Dokumentationen darüber. Auch eine genaue Datierung der Entstehung ist nicht möglich.
In den Städten des Mittelalters pflegten die Mitglieder verschiedener Berufsgruppen zur Fasnachtszeit Schautänze als Repräsentationsbrauchtum. Vermutlich liegen hier auch die Wurzeln des Männerballetts. Früheste Belege für diese vorgeführten und einstudierten Tänze findet man in Nürnberg. Dort waren es die Metzger, die das Privileg zur Aufführung des Zämertanzes, vermutlich als Dank für ihre Loyalität gegenüber dem Stadtfürsten, 1348/49 erhalten haben sollen. In der Folgezeit wurde dieser Tanz mehr als 200 Jahre lang an der Fastnacht aufgeführt, so ist es im Narren-Spiegel nachzulesen.
Es gibt auch Berichte um den Westfälischen Frieden von 1648 wo schon auf Männerballette hingewiesen wird.
Im Jahr 1824 beschlossen die Wäscherinnen im rechtsrheinischen Bonn-Beuel, am Donnerstag vor Karneval die Herrschaft an sich zu reißen, wofür sie sich zu einem Damenkomitee zusammenschlossen. Während ein großer Teil der Männer mit Schiffen unterwegs war, um die gewaschene Wäsche auszufahren, übernahmen sie die Kontrolle über das jecke Treiben.
Dieser Brauch etablierte sich weit über die Grenzen Beuels hinaus, wo seit 1957 nicht nur das Alte Beueler Damenkomitee von 1824, sondern alle Komitees aus den Ortsteilen am alljährlichen Sturm auf das Rathaus beteiligt sind, mit dem der Höhepunkt der fünften Jahreszeit eingeleitet wird.
Da die Männer an diesem Tag an den Veranstaltungen der Weiber nicht teilnehmen durften aber sehr interessiert waren was selbige dort „treiben“ ist die Idee entstanden sich mit Frauenkleidung in die Säle einzuschleichen. Mit einem Auftritt zur Belustigung der Weiber konnte man dann erfahren was an diesem Nachmittag passierte.
http://de.wikipedia.org/wiki/Männerballett
 
MöhnenMöhnen werden im kölnisch geprägten rheinischen Karneval die närrischen Weiber genannt. Das Wort ist zwar kein plurale tantum im eigentlichen Sinne, wird aber fast ausschließlich in der Mehrzahl gebraucht - vermutlich deshalb, weil sie nahezu ausnahmslos in Gruppen auftreten. Dennoch sind die wenigsten Möhnengesellschaften tatsächlich eingetragene Vereine, und die wenigsten von ihnen haben einen Vorstand. Nahezu jede Möhnengesellschaft hat allerdings eine "Obermöhne".

Obermöhne
Die Obermöhne ist die Präsidentin des Damenkomitees. Das Wort "Obermöhne" mag für nichtrheinische Ohren fast beleidigend klingen - im Rheinland ist sie aber keinesfalls negativ besetzt, im Gegenteil: Sie verkörpert im Karneval die frauliche, gemütsvolle, bodenständige Rolle, die mitten im Leben steht und wortgewandte Speerspitze der Damenkomitees ist.

Wortherkunft
Das Wort "Möhne" kommt von "Muhme" und bezeichnete im westmitteldeutschen Sprachraum bis etwa 1880 eine weibliche Verwandte von Mutterseite. Vielfach verstand man aber auch unter einer Möhne eine ältere verheiratete Frau in dunkler Kleidung mit Kopfbedeckung. Erst später bezeichnete dieser Begriff die Frauen, die an Weiberfastnacht das Regiment in den Städten und Dörfern übernahmen.

Weiberfastnacht
Die Weiberfastnacht, im Rheinland Altweiber genannt, ist für die Möhnen der wichtigste Tag im Jahr. An diesem Tag werden regional sehr unterschiedliche Bräuche gepflegt. In vielen Orten ziehen die Möhnen bereits am frühen Morgen in Verkleidung feiernd und lärmend durch ihren Heimatort, ziehen durch Geschäfte und versperren mitunter Straßen, um von Autofahrern und Passanten Spenden zu erbitten. Nachmittags treffen sich die närrischen Weiber dann häufig in Bürgerhäusern, Sälen und Gaststätten zu Möhnensitzungen. Diese Sitzungen heißen dann "Möhnekaffee" oder "Möhneklatsch". Dort ist männlichen Personen, unter Ausnahme des Gaststättenpersonals, der Zutritt bis in die Abendstunden verboten und steht unter närrischen "Strafen" wie z.B. dem nach Hause bringen der Obermöhne oder einer Lokalrunde. Letztere gibt auch jene Möhne, die die einzige im Kuchen versteckte Kaffeebohne findet.

Denkmäler
    * Eine "tanzende Möhn" auf dem Markt in Erkelenz erinnert an Altweiber. Die circa 1,40 m große Bronzeplastik wurde von der Bildhauerin Ursula Klügel entworfen.

    * In der Karnevalszeit werden außerdem im Erkelenzer Land seit den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts Möhnen aus Draht und Plastik als lebensgroße Figuren gebastelt, an Häusern aufgehängt und in die Bäume gesetzt. Diese Tradition geht auf den Apotheker Karl-Eugen Luther zurück. Maßgeblich beteiligt an der Verbreitung der Möhnenkultur waren alt eingesessene Karnevalsjecken wie die Schreinermeister Heinz Görtz und Kurt Hupke.

http://de.wikipedia.org/wiki/Möhnen


 


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